Software Test: ASHAMPOO Backup Pro 11

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit ist für mich das Thema Backup bzw. Sicherung fast schon überlebenswichtig. Aus diesem Grund hier ein Testbericht der deutschen Sicherungssoftware ASHAMPOO Backup Pro 11. Zusätzlich zur Sicherung der Definitionen von HomeMatic ist natürlich auch das Sichern von Daten, Fotos oder Laufwerken auf einem PC absolut notwendig. In meiner aktuellen Umgebung habe ich ein NAS der Firma Synology im Einsatz.

Das ist bei mir eine DS411slim Diskstation mit vier 1 TB Festplatten im 2,5“ Format. Ich habe mich seinerzeit für diese Variante entschieden, weil die 2,5“ Festplatten leiser sind und auch weniger Strom verbrauchen. In der Zwischenzeit läuft die Diskstation seit 3 Jahren und bis auf einen Plattenausfall, der aber aufgrund der RAID Definition keinen Datenverlust nach sich zog, gab es keine Probleme. Der Austausch der defekten Platte lief auch problemlos und weitestgehend automatisch.

Aber hier wollte ich ja nicht über meine NAS berichten, sondern über eine neue Backup Software. Genauso wichtig wie die Hardware ist nämlich aus meiner Sicht auch die eingesetzte Software. Sie muss einfach zu handeln sein und einmal eingerichtet sollte sie automatisch und problemlos laufen.

In der Vergangenheit habe ich für die Sicherung meist Trueimage von Acronis verwendet und wollte nun mal etwas Neues probieren.


Dann habe ich die Backupsoftware Backup Pro 11 von Ashampoo gefunden und wollte sie gleich testen. Was ich bei diesem Test für Erfahrungen gemacht habe, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Ich habe wie gesagt keine Erfahrung mit dieser Software und kann daher keinen Vergleich zu vorherigen Versionen anstellen.

Der erste Eindruck ist schon mal sehr positiv. Nach dem Start der Installation bekommt man auf übersichtlichen Seiten einige Informationen und wenige Fragen gestellt. Man kann lediglich das Zielverzeichnis verändern. Die Installation läuft zügig und problemlos durch.

Backup und Restore

Beim ersten Start der Software geht es genauso logisch und einfach weiter. Man kann nun mittels übersichtlicher Menüs einen sogenannten Backup-Plan erstellen.

  1. Im ersten Schritt legt man fest wohin man sichern möchte. Hier gibt es bereits eine große Auswahl von Möglichkeiten.Sichern auf allen Speichermedien die man zuhause hat. Alle Festplatten, SSDs, USB-Sticks oder Netzwerk-Laufwerken. Dabei wird eine neue Technik namens „Infinite Reverse Incremental“ verwendet. Diese soll bis zu 50% weniger Speicherplatz verwenden.Genauso ist das sichern im Internet möglich. Dabei werden Dienste wie Dropbox, OneDrive, Strato, Google Drive, 1&1 und viele weitere Unterstützt.
  2. Hat man ausgewählt wohin gesichert werden soll, gibt man dem Backup Plan einen Namen.
  3. Als nächstes legt man fest was gesichert werden soll.Hier kann ausgewählt werden on ein komplettes Laufwerk, einzelne Verzeichnisse oder sogar einzelne Dateien gesichert werden sollen.
  4. Im vierten Schritt legt man fest, ob auf die gesicherten Daten ausschließlich über Backup Pro 11 oder über Windows zugegriffen werden kann. Die jeweiligen Vor- bzw. Nachteile sind detailliert dargestellt.
  5. Einstellung ob die gesicherten Daten komprimiert werden sollen.
  6. Einstellung ob die gesicherten Daten Passwort geschützt werden sollen.
  7. Einen Backup Zeitplan erstellen.
  8. Definieren was mit verpassten Sicherungen passieren soll.
  9. Energieeinstellungen vornehmen
  10. Definieren wie die Backupberichte aussehen sollen und ob man die per Mail bekommen möchte.
  11. Definieren der Backup Generationen
  12. Anzeige der gesamten Definitionen

Es sind zwar in Summe dann 12 Definitionen welche durchgeführt werden müssen. Diese sind aber in den einzelnen Menüs sehr übersichtlich und einfach erklärt. So das die 12 Punkte schnell und ohne Schwierigkeiten zu erledigen sind.

Der erstellte Backup Plan läuft ab dem Zeitpunkt automatisch ab und man bekommt nur noch die Meldung über einen Bericht, ob die Sicherung erfolgreich war oder ob es Probleme  gegeben hat.


Ich habe insgesamt jetzt sechs Backup Pläne erstellt und die laufen seit Tagen zuverlässig und automatisch ab. Das Ergebnis ist jederzeit über den Windows Explorer einsehbar und auch das testweise Zurückspielen der Sicherung (Laufwerk, Verzeichnis oder Einzeldatei) hat perfekt funktioniert.

Als Extra Option gibt es noch die Möglichkeit der Erstellung eines sogenannten Rettungssystemes. Dabei kann aus meiner Sicht am besten auf einem USB Stick eine Version des gesamten Betriebssystems erstellt werden.

Sollte der PC nicht mehr starten, kann dieses Rettungssystem vom USB Stick gestartet und wieder hergestellt werden.

Menüs und Übersichtlichkeit

Die Menüführung und auch die einzelnen Untermenüs sind sehr übersichtlich gestaltet und geben dem Anwender alle wichtigen Informationen, sind aber nicht überlastet mit unnötigen Daten.

Ich finde man fühlt sich in diesem Programm vom ersten Augenblick an zu Hause, weil man sich sofort zurecht findet. Wenn man möchte oder man es braucht, existiert auch eine komplette Hilfefunktion, die ich ebenfalls gut gelungen finde.

Zusammenfassung

Wie oben bereits erwähnt habe ich in den letzten Jahren einige Sicherungsprogramme verwendet und jetzt erstmalig das Backup Pro 11 Tool von Ashampoo. Alle von mir gewünschten Funktionen sind in diesem Programm vorhanden und einfach einzurichten und zu verwenden. Die definierten Sicherungen laufen zuverlässig und sicher. Auch das Zurückspielen von Sicherungsdaten funktioniert einwandfrei. Was will man mehr von einer Sicherungssoftware.

Fazit

Nachdem ich das Programm ausgiebig getestet habe, hier mein Fazit. Meine Daten werden sicher verschlüsselt gesichert. Die Bedienung von Ashampoo Backup Pro 11 ist einfach und intuitiv. Die Funktionen sind umfangreich und können auch die Anforderungen erfüllen, die für die Sicherung von Geschäftsdaten erwartet werden. Für mich eine Profi Software für den ambitionierten privaten Anwender, dem Datensicherheit ein Anliegen ist und das einfach realisieren möchte. Das Ganze dann noch zu einem wirklich sehr fairen Preis. Ashampoo Backup Pro 11 braucht keinen am Markt verfügbaren Konkurrenten zu fürchten. Für mich eine klare Empfehlung und ich sehe die Software ganz oben auf dem Podest.

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5 Comments

  • Jürgen Höfner

    30. Oktober 2017

    Habe mit dem ident. Vorgänger Ocster schon mal meinen PC gerettet. Das Ganze natürlich bzgl. C: also Systempartition. Da läuft die Rücksicherung ausschließlich über die Rescue Disk. Sehr schade, dass hier noch niemand darüber berichtet hat. Damals hatte ich auch schon Trouble wg. Speicherort der Backups

    Jetzt im Ashampoo Backup Pro10 sind (immer noch) 2 Bugs in der Bedienungsoberfläche, die das Backup unmöglich machen, sofern man nicht die Ruhe hat, die Ausweichmöglichkeiten herauszufinden.
    1.) Ashampoo findet im voreingestellten Ordner „Ashampoo Backups“ seine Sicherungen nicht. Die Auswahlmöglichkeit der einzeln aufgeführten Laufwerke (Partition) nutzt man, also bei mir „F_Airy1GB“ und dann kommt die, auch von Windows Backup, gut bekannte Meldung: „Es wurden Keine Backups gfd.“ Der Ashampoopfadname lautet „/media/F_Airy1GB/Ashampoo Backups“, auf deutsch: F:\Ashampoo Backups.

    Umgehen läßt sich das Ganze, in dem man weiter runterscrollt und dort noch gottseidank den Punkt findet „Anderes Laufwerk Ausgewählt: /“ Da tut sich dann ein schneller Dateimanager auf und man kann bequehm auch bis in den allerletzten Ordner klicken, Ashampoo nimmt dann so viel Pfad wie es braucht. Dieser Pfad präsentiert sich wie folgt: „/media/F_Airy1GB“. Ob jetzt das 1. Verfahren funzen würde, wenn man das „\Ashampoo“ rausnimmt und ob das überhaupt möglich ist, habe ich nicht ausprobiert. Meine Zeit ist auch begrenzt und es nervt mich, es mit solchen Pappnasen, die ihren eigenen Programmierkram nicht ausprobieren, zu tun zu haben.

    2.) Irreführende Auswahl
    Hat man also sein Backup endlich am Start, kommen 2 Auswahlmöglichkeiten: „Den vollständigen Inhalt eines Lfw. wdhst – ohne Bootinformationen“ Nö, will ja das System wdhst. Also Auswahl Nr. 2: „Komplette Festplatte o. ganzen Comp. wdhst.- inkl. Bootinfo“ Schwupps draufgeklickt – und schon schließt sich Ashamppoo Backup und ward nicht mehr gesehen. Mmh, schreibt er jetzt image zurück? Festplatte hör – keine Geräusche! (Ich hasse lautlose HDD).Taskmanager gesucht und gfd. – keine CPU Last, kein Ashampoo Pgm.gfd. Also nochmal Ashampoo gestartet und 1. Auswahlmöglichkeit, jawoll, es geht weiter. Habe dann bis zum Point of no Return gewählt und geklickt – und abgebrochen.Hab jetzt keine Zeit für evtl. noch mehr Mätzchen.

    Viele Grüße und Erfolg
    Jürgen

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  • Norbert Joachim

    27. Oktober 2017

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  • Urs Freitag

    21. Oktober 2017

    Ich bin von Ashampoo Backup Pro 11 schwer enttäuscht, da es aus meiner Sicht schwere Mängel hat und zudem viel zu grosse Backups erstellt.

    Ich habe das Produkt jeweils mittels Pläne und E-Mail Benachrichtigung eingesetzt. Die E-Mails kommen solange kein Fehler auftritt. Wenn aber das Backup-Medium voll ist, kommt kein Fehler-Mail. Der Backup wird danach zwar immer wieder gestartet aber ohne Erfolg und natürlich wieder ohne Fehler-Mail. Wenn das Backup-Medum bereinigt wird, wird dann der Backup wieder ausgeführt, und zwar mehrmals hintereinander.

    Der Full- Backup einer leeren 1-TB Harddisk (303 MB belegt durch Systemdateien) hat eine Grösse von 46 GB. Der Backup der gleichen HD mit Paragon Backup & Recovery hatte übrigens die Grösse von 98 MB

    Der Incremental-Backup 20 Minuten nach einem Full-Backup hatte eine Grösse von 8.6 GB bei einem belegten Speicher von 63 GB. Das würde bedeuten, dass sich innerhalb von 20 Minuten 13.5% des belegten Speichers verändert hätte.

    Fazit: Ashampoo Backup Pro 11 ist ein Programm, das eine benutzerfreundliche Oberfläche hat und mit seinen Plänen auch sehr gut zu gebrauchen wäre, sofern:
    1. Fehler-Mails gesendet würden
    2. Die Backup-Grösse einigermassen vernünftig wären

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  • Mario

    3. Juni 2017

    Danke fuer deinen Bericht ueber Aschampoo. Ich suche gerade eine backup software, will aber Acronis nicht jedes Jahr Geld geben.

    Werde warscheinlich Aschampoo ausprobieren.

    Gruesse aus USA,
    Mario

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  • Gerhard Hardt

    21. März 2017

    Hallo Werner,
    ich kann Dein Testergebnis sehr gut nachvollziehen, denn ich bin bereits im vorigen Jahr von Acronis True Image auf Ashampoo umgestiegen. Ebenso bin ich für das Management meiner Fotos auf Ashampoo umgestiegen.
    Vielen Dank für Deine Mühe !

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