Powerline-Adapter für die CCU2 und andere „langsame“ Geräte

Vor wenigen Tagen habe ich Euch über mein Netzwerk bei mir in der Wohnung berichtet. Da ich aus verschiedenen Gründen auf Powerline-Adapter zurückgreifen muss, habe ich damit auch direkt mein WLAN ausgebaut (zum Bericht). Für die Anbindung meines PCs ans Internet und an meine Synology NAS verwende ich dazu Geräte, die den AV2 Standard unterstützen 1200Mbits. Für andere Geräte wie z.B. meine CCU2 benutze ich langsamere Geräte wie die hier abgebildeten TP-Link mit „nur“ 600 MBits.

In meinem Bericht über die AV1200 von TP-Link habe ich auch schon kurz angesprochen, dass verschiedenen Adapter, auch von unterschiedlichen Herstellern miteinander kommunizieren können. Powerline-Adapter verhalten sich etwas anders als eine „normale“ Netzwerkinstallation mit Switchen. Bei Powerline können Adapter unterschiedliche Geschwindigkeiten unterstützen, ohne dass das gesamte Netzwerk darunter leiden muss. Warum das so ist und wie man „langsame“ Geräte wie z.B. einen Raspberry Pi oder eine CCU2 mittels Powerline-Adapter anbinden kann, das zeige ich Euch in diesem Bericht.

Powerline-Adapter arbeiten, wie der Name schon sagt über die Stromleitung. Da jeder Raum im Haus mit Leitungen ausgestattet ist, ist es eigentlich eine gute Grundlage für ein Netzwerk.

Doch wie funktioniert so ein Powerline-Netzwerk? Diese Erklärung soll hier keinen wissenschaftlichen Anspruch haben, doch für viele Leser ist die Funktionsweise nicht klar, daher versuche ich das ganze recht einfach zu erklären.

Die Netzspannung bei uns in Deutschland hat eine Frequenz von 50Hz und eine Spannung von 230V. Wenn ich nun ein Signal auf meine Stromleitung im Haus gebe, dann ist dieses an jeder Steckdose im Haus zu empfangen. Diese Eigenschaft machen sich Powerline-Adapter zu Nutze. Es wird auf die Leitung ein hochfrequentes „Störsignal“ aufgekoppelt, das dann die Informationen enthält, die wir versenden wollen. Das ganze nennt man Modulation. Die Frequenz, mit der das Signal übertragen wird, ist deutlich höher als die 50Hz vom Netz selbst. Die Frequenz liegt je nach Gerät und Standard zwischen 2 und 68 MHz. Je höher die Frequenz, desto mehr Daten können übertragen werden.

Wenn nun ein Adapter mit einem AV2 Standard (1200Mbits) mit einem anderen Adapter, der ebenfalls den AV2 Standard unterstützt „sprechen“ will, dann kann eine höhere Datenrate ausgehandelt werden, da beide die höhere Frequenz verstehen. Daher ist es wichtig, die Punkte in Eurem Netzwerk, die besonders stark frequentiert sind (wie z.B. der Router) mit einem schnellen Adapter auszustatten.

Welche Adapter für „langsame“ Geräte verwenden? Doch bei manchen Geräten machen die teuren Adapter keinen Sinn. Ein Raspberry Pi z.B. kann mit maximal 100 Mbit ans Netzwerk angeschlossen werden. Dieser kann die Übertragungsrate von den neuen AV2 Adaptern gar nicht ausnutzen. Daher reichen hier die günstigen AV1 Geräte vollkommen aus. Mit diesen Geräten können maximal 200Mbits erreicht werden. Dafür liegt der Preis solcher Geräte deutlich unter denen von AV2-Apdatern. Ich verwende dazu z.B. die 600er Serie von TP-Link. Es können aber auch Adapter von Devolo oder Fritz! eingesetzt werden, die günstiger als die AV2-Adapter sind.

AV2 Geräte sind abwärtskompatibel zu Av1 Geräten. So kann ein Netzwerk beliebig aus diesen Geräten zusammengestellt werden. Auch der Hersteller spielt dabei keine Rolle! Jedes Gerät, das diesen Standard unterstützt ist untereinander kompatibel. Daher solltet Ihr immer darauf achten, dass dieser Standard unterstützt wird, so seid Ihr auf der sicheren Seite, dass das Netzwerk später noch erweitert werden kann.

Die Powerline-Adapter als Switch nutzen: Einige Adapter bieten mittlerweile mehr als nur einen Ethernet Port. Das finde ich persönlich sehr praktisch, da man so direkt ein Switch mitgeliefert bekommt. Die Geräte, die an diesen Powerline-Adapter angeschlossen sind können auf direktem Wege untereinander kommunizieren. Die Verbindung muss dadurch nicht über das nächste Switch oder den Router laufen.

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