Wer der Cloud nicht traut braucht ein NAS

Dank den modernen Cloudlösungen wie Dropbox und Co kann man von überall auf seine gespeicherten Daten zugreifen. Seit Windows 10 gehört der Cloudservice OneDrive zum festen Bestandteil des Betriebssystems und soll die Cloud-Nutzung auch unerfahrenen Nutzern schmackhaft machen. Wie sicher die gespeicherten Daten in der Cloud sind, darüber können die Nutzer in vielen Fällen nur spekulieren. Eines ist aber gewiss: Die US-Sicherheitsbehörden, wie zum Beispiel die NSA, CIA und das FBI werden „stets“ Zugriff auf die Clouds der großen amerikanischen Konzerne haben.

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Sind Cloud-Lösungen sicher?

Die Cloud bringt einige Vorteile mit sich, doch sie hat leider auch ihr Schattenseiten. Es gibt nicht gerade wenig Nutzer, die sich um die Sicherheit ihrer gespeicherten Daten Gedanken machen und der Cloud nicht zu 100 Prozent vertrauen. 

Auch ich gehöre zu dieser Gruppe von Nutzern und mache mir selbstverständlich ebenfalls Gedanken um die Sicherheit meiner Daten. Auch wenn die Cloud-Anbieter stets mit einer hohen Sicherheit dank modernster Technologien werben, gibt es doch Risiken. Neben der allgegenwärtigen Überwachung durch die Sicherheitsbehörden gibt es auch genügend Hacker und sonstige Kriminelle, die es auf die großen Cloud-Speicher abgesehen haben. Seit dem PRISM-Vorfall machen sich wesentlich mehr Menschen Gedanken um die Sicherheit von Cloud-Lösungen. Für solche Nutzer bietet sich entweder eine Zusatzverschlüsselung wie etwa mit Boxcryptor, oder aber ein eignes NAS Server anstatt einer Cloud-Lösung an.

NAS Server statt Cloud

Zum einen können die Clouds von außen gehakt werden und zum anderen hat auch der Anbieter bzw. seine Mitarbeiter zu jeder Zeit Zugriff auf meine Daten. Nutze ich stattdessen einen eigenen NAS Server, dann hat kein Dritter Zugriff auf meine Daten. Dieser große Vorteil im Hinblick auf die Sicherheit meiner Daten hat mir den NAS Server als Alternative zu einer Cloud-Lösung auf jeden Fall schmackhaft gemacht. Auf den ersten Blick kostet ein NAS Server natürlich mehr Geld als eine Cloud-Lösung. Man muss direkt einen größeren Betrag investieren und kann den Service nicht einfach für ein paar Euro im Monat mieten. Dafür bringt ein NAS Server im Vergleich zu einer Cloud auch einige Vorteile und zusätzliche Funktionen mit sich.

Wie funktioniert ein NAS Server?

Das Network Attached Storage (NAS) ist ganz einfach betrachtet ein zentraler Datei- und Medienserver. Ohne Festplatten bekommt man einen einfaches NAS Server im Handel bereits für weniger als 100 Euro. Mit Festplatten und einer besseren Ausstattung sind die Kosten natürlich um einiges höher. Eine gute NAS Übersicht gängiger NAS Server findet man auf dieser Seite. Die externe Festplatte in Form eines NAS Servers lässt sich ohne großen Aufwand in das heimische Netzwerk integrieren. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Festplatte verfügt ein NAS Server über ein eigenes Betriebssystem und lässt sich darüber vollständig bedienen.

Als Betreiber von einem NAS kommt man in den Genuss aller Vorteile, die Cloud zu bieten hat. Man kann von überall aus (etwa per VPN) auf die Festplatte und somit auch auf die eigenen Daten zugreifen. Reicht der vorhandene Speicherplatz auf dem NAS Server nicht mehr aus, so muss dieser nicht wie bei der Cloud hinzugebucht werden, sondern der Speicher wird einfach durch zusätzliche, oder größere Festplatten erweitert.

Die Daten liegen ja im lokalen Netzwerk und können somit auch als Speicherort für Backups, oder zum Streaming von Musik, Videos, Bilder usw. verwendet werden, was sich besonders bei Internetanschlüssen mit kleineren Bandbreiten positiv bemerkbar macht.

Worauf beim NAS Server achten?

Ein NAS Server kann die Cloud in vielen Fällen 1 zu 1 ersetzen und bietet eine weitaus höhere Sicherheit. Im Handel findet man eine Vielzahl an unterschiedlichen Geräten. Ein NAS Server hat in der Regel die Form einer kompakten Box und nimmt nur wenig Platz in Anspruch.

Primär sollte man vor dem Kauf darauf achten, mit welchen Betriebssystemen der NAS Server zusammenarbeitet. Je mehr Arbeitsspeicher und je schneller die CPU, desto höher die Performance des NAS, was vor allem beim Streaming per Plex Madiacenter, oder Kodi sehr wichtig ist. Im Hinblick auf die Sicherheit sollte der Server über eine moderne Verschlüsselung verfügen und die Integration einer Firewall ermöglichen.

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