World of Tanks: Vorstellung des Gaming-Phänomens

Panzer rollen durch eine historische Kriegsszenerie, donnernde Kanonenrohre hinterlassen eine Spur der Verwüstung, Rauchschwaden ziehen in der Ferne vorbei und Ruinen prägen die Landschaft: So in etwa kann man sich das Free2play-Game World of Tanks vorstellen. Trotz des düster und kriegerisch anmutenden Settings avancierte das Spiel in den letzten Jahren zu einem wahren Massenphänomen, das Millionen Fans rund um den Globus begeistert – mittlerweile gibt es sogar eine erfolgreiche Weltmeisterschaft. Worin besteht das Erfolgsrezept der weißrussischen Entwickler von Wargaming.net und womit lässt sich die Begeisterung für das Spielkonzept erklären?

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Das Spielprinzip ist schnell erklärt, obwohl es auch Raum für taktischen Tiefgang bietet: Zwei Teams aus je 15 rollenden Stahlkolossen donnern über ein Schlachtfeld, um alle feindlichen Panzer auszuschalten oder die gegnerische Basis einzunehmen. Da das Spiel free2play ist und somit – wie andere Panzerspiele auch – gratis über Plattformen wie browsergames.de gezockt werden kann, ist der Einstieg schnell und simpel. Kostenpflicht sind nur optionale In-Game-Inhalte.

Tiefgang liefert das Spiel durch ein komplexes Forschungssystem: Ganz im Stile von Rollenspielen lassen sich die Panzermodelle aufrüsten, weiterentwickeln und verbessern – das sorgt für die nötige Langzeitmotivation. Clan-Matches ermöglichten zudem den Sprung in den E-Sport – bereits zum dritten Mal wurde eine Weltmeisterschaft ausgetragen, die dieses Jahr das aus der Ukraine stammende Team NaVi für sich entschied.

Historische Akkuratesse und „künstlerische Freiheit“ – ein Widerspruch?

Teil der Faszination ist die Detailverliebtheit, mit der die Macher von Wargaming.net historische Panzermodelle nachstellen. Der Clou: Vor der düsteren Kulisse des Zweiten Weltkriegs kämpfen in World of Tanks nicht die historischen Fraktionen gegeneinander, sondern gemischte Teams. In der fiktiven Welt können beispielsweise russische und amerikanische Panzer an der Seite von deutschen Modellen rollen. Das lockert nicht nur das Setting auf, sondern bereitet auch den Weg in den E-Sport: Bei den Panzerschlachten steht nicht so sehr das Nachstellen historischer Schlachten im Vordergrund. Ziel ist es vielmehr, zusammen mit den Mitspielern neue Strategien auszutüfteln.

Die Gamestar beschreibt das Spielprinzip im Test als „eine Art Counterstrike auf Ketten“ und trifft damit exakt den Kern. Die detailgetreue Nachbildung der Panzermodelle und ein aufgelockertes Spielprinzip widersprechen sich keinesfalls, sondern ermöglichen eine Mischung, bei der Modellbauer ebenso auf ihre Kosten kommen wie E-Sport-Fans. Zum Erfolgsrezept gehören auch die zahlreichen Updates, mit denen die Entwickler neue Inhalte in Hülle und Fülle bereitstellen und damit für noch mehr Langzeitmotivation sorgen.


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