Gaming-Trends 2016: Gratis und gemeinschaftlich

Ein Blick in die Parks einer beliebigen Stadt in Deutschland und schnell wird deutlich: Gaming hat auch hierzulande den Massenmarkt erreicht. Allerorts sieht man Spieler aller Altersklassen, die auf dem Smartphone zocken. Neueste und deutlichste Ausprägung dieses Phänomens ist – natürlich – Pokémon GO. Dabei vereint dieses Spiel gleich mehrere der aktuellen Gaming-Trends 2016, die der Branchenverband Bitkom jetzt präsentiert.

42 Prozent der Deutschen sind Gamer

Die Bitkom-Studie bündelt dazu aktuelle Marktdaten und Umfrageergebnisse: Als wichtigste Trends werden innovative Technologien wie Virtual oder Augmented Reality, Gaming als Gemeinschaftssport und die mobile und synchronisierte Verfügbarkeit von Videospielen aufgeführt. Dadurch werden Games immer vielfältiger, die Nutzerzahlen und das Interesse an Games und den neuen Gaming-Technologien steigen: Schon 42 Prozent der Deutschen gaben an, Video- oder Computerspiele zu spielen. Mit 85 Prozent ist das Smartphone die unangefochtene Lieblingsplattform der Deutschen – gefolgt von dem Laptop mit 78 Prozent. Von den Gamern können sich schon jetzt fast 40 Prozent vorstellen, eine Virtual-Reality-Brille zu erwerben. Besonders Simulations– (40 Prozent) und Fantasy-/Rollenspiele (37 Prozent) sind die Genres, die sich besonders für Virtual Reality eignen. Auch der sogenannte E-Sport wird immer beliebter: 40 Prozent der Gamer und immerhin 23 Prozent aller Befragten können sich schon jetzt vorstellen, dass E-Sports olympische Disziplin wird.

Pokemon City

Free-to-Play befeuert den Trend

Die zunehmende Verbreitung von Videogames wird durch die immer leichtere Verfügbarkeit und dem zumeist kostenlose Einstieg zusätzlich verstärkt: Free-to-Play nennt sich das Modell: Das Magazin PC Welt erklärt, dass sich Free-to-Play „zunächst nicht von Freeware unterscheidet“. Lediglich optional können im Spielverlauf Extrainhalte oder Boni erkauft werden. Besonders bei Fantasy- und Rollenspielen wie dem Free-to-Play-Urvater Runes of Magic ist das Modell stark im Kommen. So setzen auch immer mehr große Spielereihen in diesem Genre auf das Vertriebsmodell. Ein Blick etwa in die Auswahl von ProSieben Games zeigt, dass hier neben Runes of Magic inzwischen auch ehemals kostenpflichtige Rollenspiele wie Herr der Ringe Online zu finden sind.

Pokémon GO vereint alle Trends – und bricht Rekorde

200 Millionen US-Dollar nach einem Monat, Download-Rekord nach einer Woche – und ein Ende des Pokémon-Fiebers ist noch lange nicht in Sicht. Vielleicht erklärt sich das Phänomen Pokémon GO damit, dass Nintendo, The Pokémon Company und Entwickler Niantic sich die Gaming-Trends 2016 genau angeschaut haben: Das Game ist immerhin kostenlos verfügbar, mobil auf dem Smartphone spielbar, macht sich die innovative Technologie Augmented Reality (erweiterte Realität) zunutze und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Mit der beliebten Pokémon-Franchise in petto ist der Mega-Erfolg fast vorprogrammiert. Daher ist es schon jetzt das erfolgreichste Mobile Game aller Zeiten und lässt selbst das zeitweise ähnlich erfolgreiche Clash Royale mühelos hinter sich.

Die Gaming-Trends von Bitkom, der Free-to-Play-Boom und der Erfolg von Pokémon GO deutet schon an, dass auch in Zukunft immer mehr Gamer anzutreffen sein werden – ob auf Pokémon-Jagd, in virtuellen Welten oder sogar organisiert in E-Sport-Clans. Ich bin gespannt was noch so kommt und andere Augmented Reality Spiele werden schnell folgen.

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