Vorstellung der Diskstation DS216j und ein Vergleich mit ähnlichen Modellen

Mit der DS216j hat Synology eine NAS auf den Markt gebracht, die primär auf private Nutzung und geringe Anschaffungskosten ausgelegt ist. Wer nicht auf die Leistungsfähigkeit des hauseigenen NAS-Betriebssystems „Disk Station Manager“ verzichten möchte aber keine hoch anspruchsvollen Vorstellungen hat, ist mit der DS216j gut beraten. Aktuell liegt der Preis bei ca. 170 € (Amazon, 29.3.2016).

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Technische Daten

Im Herzen der DS216j schlägt ein 32 Bit Dual-Core Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz, unterstützt von 512 MB RAM. Es können zwei interne Festplatten verwendet werden, jedoch nicht mit dem relativ neuen Dateisystem Btrfs.

Leider fehlt ein Hardware-Transcodier-Modul. Dadurch können Videodaten zwar im Netzwerk gestreamt und an DLNA fähige Geräte versendet werden, das Videobild kann jedoch nicht vor dem Versand auf eine andere Größe umgerechnet werden. Genauere Angaben zu den Streaming-Fähigkeiten finden sich hier, in der Spalte „Gruppe 2“. Wem die Fähigkeit zu Transcodieren wichtig ist, sollte lieber zur DS216play greifen.

Die detaillierten Technischen Daten lassen sich am besten direkt auf der Synology Webseite nachschlagen.

Vergleich DS216j und DS216play

Der Vorteil der DS216play gegenüber der DS216j im wesentlich der Hardware Transcoder und die stärkere Hardware. Die DS216play kommt mit doppeltem RAM und einen um den Faktor 1,5 schnelleren CPU Takt. Wem das Transcodieren von Videostreams wichtig ist, sollte also definitiv zur DS216play greifen. Wer das nicht benötigt kann mit der DS216j ca. 75€ sparen.

Vergleich DS216j und DS216

Der wesentliche Unterschied zwischen der DS216j und der DS216play list die geringere Performance der DS216j, das schlägt sich aber auch deutlich im Preis nieder.

Die DS216j ist bei Amazon ca. 100€ günstiger. Dafür fehlen ihr ein paar kleine Features. Z.b. Im bereich der SCSI Unterstützung, der maximalen Anzahl an Benutzerkonten oder die maximale Anzahl an IP Kameras (10 statt 16). Arbeitsspeicher und CPU ist identisch. Wobei die DS216 mit 300 MHz mehr getaktet wird (1,3 GHz statt 1 GHz bei der DS216j).

Vergleich DS216j und DS216+

Die DS216+ ist der DS216j wesentlich überlegen. Die DS216+ kommt mit einem wesentlich schnellerem 64 Bit Prozessor, einem Hardware Transcoder für 4k-Videomaterial und der Unterstützung für Btrfs. Weiterhin stehen für das plus-Modell ein paar Addons für den professionellen Einsatz zur Verfügung, die für die DS216j nicht verfügbar sind. Dazu gehört Beispielsweise der Mail Plus Server oder das Central Management System.

Die zusätzlichen Features spiegeln sich selbstverständlich auch im Preis wieder. Damit ist das plus Modell wesentlich teurer als die anderen beiden. Für den Heimgebrauch als reines NAS System macht in den meisten Fällen die DS216j am meisten Sinn.

Fazit

Mit der DS216j werden vor allem Benutzer angesprochen, die kein Unternehmensnetzwerk mit Synology Produkten betreiben wollen und froh sind, an dieser Stelle ein wenig Geld sparen zu können. Dennoch können die meisten Funktionen des Disk Station Managers genutzt werden. Die Tatsache dass beispielsweise nur 10 IP Kameras anstatt 25 bei der DS216+ unterstütz werden, sollte in den meisten privaten Anwendungsfällen kein Problem sein.

Als reines NAS ist die DS216j definitiv eine gute Wahl. Wem die Synology Produkte dennoch zu teuer sind, dem kann ich meinen anderen Artikel zum Thema „NAS im Eigenbau“ empfehlen.

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3 Comments

  • Marcus

    14. Mai 2016

    Hallo,

    Die NAS-Artikel sind hier immer sehr spannend und ich finde, auch gut geschrieben.
    ist auch ein Vergleich über die Lautstärke der einzelnen NAS-Systeme möglich?
    Die maximale Leistung ist bei mir nicht nötig, aber aufgrund meiner Netzwerkverkabelung muss das NAS im Wohnzimmer stehen (Backup in den Keller laufen über Lan über das Stromnetz und dauern ewig).

    Daher sollte ein NAS so leise wie möglich, am besten unhörbar, sein
    Gruß
    Marcus

    Reply
    • Philipp

      Philipp

      14. Mai 2016

      Hallo Marcus,
      vielen Dank für dein Feedback. Freut mich, dass dir unsere Artikel gefallen!
      Das mit der Lautstärke ist leider nicht so ganz einfach. Wir haben nicht das dazu notwendige Messequipment. Ich würde mich einfach auf die Herstellerangaben verlassen und das leiseste nehmen.
      Aber solange du mehrere rotierende Festplatten und einen Kühler hast, wirst du das NAS immer hören. Ich kenne keins, welches nicht im Wohnzimmer oder Schlafzimmer stören würde. Bei mir geht auch das LAN Kabel im Wohnzimmer unter der Tür hindurch. Wenn man die Kabel nicht professionell verlegen lassen will ist das leider schwierig.
      Der Weg über das Stromnetz ist auch nicht ideal, da andere Verbraucher (insbesondere Motoren) die Übertragung stören.
      Ich würde ein wenig rumprobieren (WLAN, anderer Powerline adapter,…), mit dem Ziel, die NAS nicht ins Wohnzimmer zu stellen. Eine bessere Antwort habe ich leider nicht :(

      Viele Grüße
      Philipp

      Reply
      • marcus

        14. Mai 2016

        Hi,

        danke für die fixe Antwort.
        Eine subjektive Meinung wäre schon ok. Mein Nachbar hat z.B. eine ds215j. Ausser ein paar Festplattenzugriffe hört man eigentlich nix. Ist ok. Ich habe hier noch eine Zyxel NSA320. Der Lüfter jault selbst im Leerlauf. Will man nicht im Wohnzimmer haben.

        Ich habe nun leider nicht die Möglichkeit, mehrere NAS zu testen, im besten Fall sogar nebeneinander. Eine Aussage wie z.B. „von den bei uns getesteten Synology/Qnap ist xyz bei uns die Leiseste“ wäre echt hilfreich.

        Die meisten Test beziehen sich auf die Leistung der Geräte. Ist natürlich auch wichtig. Aber viele reden auch von Wohnzimmertauglichkeit. Und da spielt der Geäuschpegel halt auch eine große Rolle.
        Klar sagen viele Testberichte dann, xyz ist soundso laut und eignet sich für das Wohnzimmer oder auch nicht. Aber das sagt nichts darüber aus, dass ein anderes Gerät (wie z.B. die ds216j) nun doch leiser ist (natürlich auch auf Grund der geringeren Leistung).

        Mfg
        Marcus

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