Magnete sind schon ein Wunder der Technik

Im Alltag benutzen wir eigentlich ständig Gegenstände, die mit Hilfe von Magneten funktionieren. Ganz einfaches Beispiel ist die EC Karte, die täglich Millionenfach verwendet wird und über einen Magnetstreifen für die Datenspeicherung verfügt. Ein iPhone würde ohne Magnete nicht funktionieren und auch alle Arten von Lautsprechern nutzen die Magnetkraft. Bei uns sammeln sich regelmäßig kleine Kunstwerke der Kids am Kühlschrank und diese werden auch von Magneten gehalten. In der Medizin kommt man auch nicht ohne Magnete aus, weil ein MRT verwendet keine Röntgenstrahlen, sondern hier werden Magnetfelder genutzt, um die Atomkerne unserer Zellen auszurichten und ein mehrschichtiges Bild von unseren Organen zu erhalten. Bei all diesen verwendeten Geräten und Gegenständen kommen sowohl magnetisierte Metalle zum Einsatz als auch Elektromagnetismus.

Magnetisiertes ferromagnetisches Material kann sowohl durch große Hitze oder Erschütterung als auch durch andere Magnete entmagnetisiert werden. Aus diesem Grund passiert es immer wieder, dass Magnetstreifen durch ein Smartphone in derselben Tasche beschädigt werden. Die Festplatten von PCs zum Beispiel sind mit Magneten aber nur schwer zu stören. Hier müsste man schon mindestens zu einem Quadermagnet wie dem MONOLITH greifen, wie er in einem beeindruckenden Video verwendet wird, um Knochen, Glas, Porzellan und Gebäck einfach zu zerquetschen.

Solche Magnete besitzen eine Haftkraft von 200 kg. Das bedeutet, dass zwei Magnete dieser Sorte in die entgegengesetzte Richtung so schwer zu bewegen sind, wie ein 200 kg-Gewicht vom Boden aufzuheben ist. Im Video werden ein Gummihammer und ein Keil verwendet, um beide Teile wieder zu trennen. Außerdem haben sich die Beteiligten selbst mit Helm, Schutzbrille und Handschuhen und die Umgebung mit Plexiglasplatten vor Splittern geschützt. Die Splitter stammen aber nicht nur von den zerstörten Objekten, sondern auch von den Dauermagneten selber. Diese sind aus Neodym, einem Metall der seltenen Erde, und sehr porös.

Noch viel stärkere Magnete werden aber in der Industrie oder zum Beispiel auf Müllhalden und Schrottplätzen dazu verwendet, enorme Mengen Metall anzuheben. Sie sind Elektromagnete. In Elektromotoren beispielsweise entstehen Magnetfeldlinien durch den Fluss von Elektronen durch eine Spule. Im Inneren befindet sich außerdem ein Stabmagnet, der die Kraft verstärkt. Der größte Magnet auf unserem Planeten ist der Planet selbst. Der heiße Kern schmilzt das Eisen um ihn herum, das aufsteigt, wieder abkühlt und Richtung Erdkern sinkt. Dabei entstehen Verwirbelungen, die permanent das Magnetfeld der Erde aufrechthalten und einen Nord- und einen Südpol erzeugen, die eine Kompassnadel ausrichten. Außerdem bietet das Erdmagnetfeld Schutz vor der kosmischen Strahlung. Das war zwar jetzt nicht die Sendung mit die Maus, aber ich hoffe dennoch so verständlich und informativ.


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