Beleuchtung ist die beste Prävention für Haussicherheit

Sicherheit ist ein in letzter Zeit sehr stark angestiegenes Bedürfnis vieler Bürger. Nach den Vorfällen der Silvesternacht in Köln, ist etwa die Nachfrage nach dem „Kleinen Waffenschein“ so stark angestiegen, dass die Kölner Polizei das notwendige Formular auf Ihre Facebookseite bereitgestellt hat. Sich jetzt aber gleich mit Scheckschutzwaffen auszustatten, ist auch nicht der richtige Weg und kann auch ziemlich in die Hose gehen.

Gegen einen Einbruch hilft das meistens auch nicht, weil die meisten Einbrüche finden dann statt, wenn man nämlich gar nicht erst Zuhause ist. Hausbesitzer haben aber auch unabhängig von den bekannten Vorfällen, einen für mich auch nachvollziehbaren Sicherheitsbedarf für ihre Immobilie. Hier kann man sich zum einen natürlich mit Kameras ausstatten und meine Empfehlung sind die Kameras HiKam A7 und HiKam S5 mini, über die ich ja bereits ausführlich hier im Blog berichtet habe. Die Kameras dienen neben Ihrer technischen Funktion, auch zu der fast schon wichtigsten Maßnahme bei, der Prävention. Es muss einem potentiellen Einbrecher nämlich immer so schwer wie nur irgendwie möglich gemacht werden, unbemerkt ins Haus gelangen zu können.

praevention

Zwar verfügen die von mir empfohlenen Kameras auch über sehr gute Infrarotsensoren und können somit auch in völliger Dunkelheit aufzeichnen, aber es empfiehlt sich davon unabhängig eine gute Außenbeleuchtung anzubringen. Ist die meistens dunkle Seite des Hauses, wie etwa die Terrasse und der Garten, oder dem Carport nämlich mit Bewegungsmelderlampen ausgestattet, ist es ja fast unmöglich nicht aufsehen zu erregen und etwa auch von einem Nachbarn gesehen zu werden. Bei vielen Häusern ist aber die Stromversorgung an der Außenwand, oder in den nennen wir sie mal kritischen Ecken des Grundstücks, leider eher Mangelware. Genau so ist es bei mir auch, aber dank der heutigen sehr sparsamen LED Technologie, habe ich auch an solchen Stellen Außenlampen anbringen können, welche nämlich mit Batterien versorgt werden können. In diesem Artikel möchte ich euch die einzelnen und teilweise auch sehr günstigen Lampen an meinem Haus vorstellen.

Fangen wir mit der Decke vom Carport an, hier waren bereits zwei alte Lampen vorhanden, welche über einen Lichtschalter betätigt werden mussten. Diese habe ich durch Deckenlampen mit Bewegungsmelder ersetzt. Hier sind auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen worden, weil die Beleuchtung nicht nur ungebetene Gäste beim betreten abschreckt, sondern auch gleich für Licht gesorgt wird, wenn man aus dem Auto steigt. Die Lampen sind jetzt keine Augenweide, aber im Carport erfüllen sie genau ihren Zweck und werden auch gleich mit 2 E27 je 5W LED Birnen geliefert.

Die Erfassungsweite beträgt ca. 5-6 Meter bei einem Erfassungswinkel von ganzen 360°. Natürlich kann man die Dämmerungsschwelle von 3-2000lux einstellen und so sehr gut steuern, ab wann die Lampe überhaupt angehen soll. Die Leuchtdauer lässt sich ebenfalls zwischen 3 Sekunden bis 2 Minuten stufenlos einstellen. Am Ende vom Carport, hatte ich auch noch die Möglichkeit ein Stromkabel abzugreifen und habe dort dann einen LED-Außenstrahler mit Bewegungsmelder von GEV angebracht, welcher 440 Lumen schafft und das bei einem Stromverbrauch von gerade einmal 0.5 Watt. Auch hier kann man natürlich die Intensität und die Leuchtdauer stufenlos einstellen.

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An drei Hauswänden hatte ich aber nicht so einfach die Möglichkeit, an Strom zu gelangen. Zumindest nicht dort, wo ich am liebsten LED-Außenstrahler montieren möchte und der die Begeisterung dort ein Kabel hinzulegen (natürlich machbar) hielt sich auch in Grenzen. Hier ist auch eigentlich nicht viel Bewegung zu verzeichnen und somit ist es dort überhaupt kein Problem, Batterien als Stromversorgung zu verwenden. Wobei vier LR20 Batterien für 3600 Aktivierungen mit einer Leuchtdauer von jeweils 20 Sekunden ausreichen sollen.

Hierzu habe ich mir also 3 LED-Außenstrahler mit Bewegungsmelder von zugelegt. Die sind nach IP65 wasserdicht und der Lampenkopf ist um 180 Grad rotierbar und so kann man auch nach der Montage, welche mit 3 einfachen Schrauben erledigt ist, noch sehr gut die Position des Lichtstrahls verändern. Die Lampe schafft ausreichende 300 Lumen, was wirklich schon recht hell ist, ohne aber gleich einer Flutlichtbeleuchtung Konkurrenz machen zu wollen. Eine hängt am Anfang vom Carport und beleuchtet so die Auffahrt und zwei andere sind an den Häuserwänden montiert.

Terrassen und Kellertür, sind die mitunter größten Schwachstellen vom Haus und verdienen somit einer besonderen Aufmerksamkeit. Solche Türen grenzen meistens an den Garten und dieser ist bei uns auch noch von einer hohen Hecke umgeben. Hier darf es dann also doch etwas mehr Licht sein und somit wurde hier ein Steinel 003661 Sensor LED-Strahler montiert. Dieser ist mit 198 hocheffizienten und speziell für eine eine hohe Lebensdauer ausgelegten LEDs ausgestattet und die sorgen für 920 Lumen. Der Stromverbrauch beträgt dennoch nur 12W und die Intensität und die Leuchtdauer kann man auch hier stufenlos einstellen. Er ist natürlich durch IP44 Schutzart für den Außeneinsatz geeignet und hat bei mir schon den heftigsten Regen überstanden.

Die Reichweite des Lichtstrahls beträgt 14 m und wem die 900 Lumen noch nicht hell genug sind, kann auch zum großen Bruder dem Steinel 582111 Sensor LED-Strahler greifen, welcher mit 330 LEDs auf ganze 1426 Lumen kommt auch nur 18W verbraucht.

Die Vorderseite des Hauses grenzt an eine Straße in einem Wohngebiet und ist mit mehreren „normalen“ Außenlampen ausgestattet. Dank der einfach umzusetzenden und auch nicht teuren Maßnahmen beim Thema Beleuchtung, ist ein großer Schritt für die Prävention getan. Das gesamte Grundstück ist wirklich nicht zu betreten, ohne das man irgendwo im Licht steht und das schreckt die meisten ungebetenen Personen schon ab.

In den nächsten Wochen wird es hier noch eine Artikelserie zum Thema Alarmanlage geben und so sollte neben Überwachung durch Kameras und den Maßnahmen mit einer ausreichender (abschreckender) Beleuchtung, das große Thema Haussicherheit einmal schön umrundet werden können.

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4 Comments

  • Christopher Heimrich

    14. September 2016

    Dem Artikel gibt es nichts hinzuzufügen. Auch wenn man ein mehr an Energiekosten hat, ist es eine der wirksamsten Lösungen gegen Einbrüche.

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  • Manfred

    30. Juni 2016

    Wunderbarer Artikel. Auch wir wollen unseren Neubau gerade sicherer machen und haben uns sehr ueber den informativen Artikel gefreut. Danke!

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  • Gustav Blank

    10. Februar 2016

    Hallo Marc,
    toller Beitrag? Aber der Unterschied zwischen Spannung (V) und Leistung (W) scheint Ihnen abhanden gekommen zu sein.
    MfG Gustav

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    • Marc Broch

      10. Februar 2016

      Hallo Gustav, danke für den Hinweis. Es sind natürlich 12 und 18 Watt im Stromverbrauch. Ist korrigiert. Viele Grüße

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