Testbericht Kindle Paperwhite 2015 – Was ist neu?

Für viele von euch hat sich Kindle schon als synonym für eBook-Reader eingeprägt. Dies hat durchaus seine Berechtigung, da er doch einer der Ersten für die große Masse, taugliches Gerät war. Zuerst gab es ihn nur mit Tasten und ohne ein Touchscreen. Nach und nach wurde das Display schärfer und es kam eine Hintergrundbeleuchtung hinzu.

Kindle 6.Gen

Ab diesem Zeitpunkt erhielt der Kindle auch den Zunamen Paperwhite. Das Paperwhite Kindle ist nun in der 7. Generation verfügbar (Modell 2015), auch gibt es das Flaggschiff Kindle Voyage. Ich selbst nutze das Kindle Paperwhite der 6. Generation, doch wo liegen die Unterschiede, welches Gerät ist das richtige für mich und was ist der Aufpreis wert?

Zur Zeit sind 3 aktuelle Modelle verfügbar, das normale Kindle (ohne Beleuchtung), das Kindle Paperwhite (zu kaufen gibt es die 6. Generation sowie die 7. Generation) und das Kindle Voyage.

Die installierte Software und der Funktionsumfang ist bei allen Modellen gleich, alle Modellen unterstützen die gleichen eBook Formate und haben Zugriff auf den Store. Doch die Hardware der Geräte unterscheidet sich stark.

Das normale Kindle (Amazon-Link) ohne Hintergrundbeleuchtung ist für alle unter euch, die gerne im Hellen lesen. Durch das E-Paper Display kann auch mit der Nachttischlampe ohne Probleme gelesen werden. Bei Dämmerung oder völliger Dunkelheit hingegen ist nichts mehr auf dem Display erkennbar.

Technische Daten Kindle: Das Pearl ePaper Display hat 167 ppi und kann 16 Graustufen darstellen. Die Größe ist wie bei allen Kindle eBook-Reader 6 Zoll (15 cm). Der Speicher ist mit 4 GB mehr als ausreichend dimensioniert. Auch der Akku hält bei 30 minütiger Lesezeit ca. 4 Wochen. Es gibt nur die Version mit WLAN, 3G ist hier nicht verfügbar.

Nachteile: Das Display kann nur im hellen verwendet werden, die CPU ist etwas langsam, sodass beim Öffnen und Umblättern kurze Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. Durch die etwas geringere Auflösung ist die Schrift nicht ganz so scharf wie bei den besseren Modellen, dennoch bietet das Gerät einen spitzen Kontrast, der den Eindruck erweckt, tatsächlich ein Buch in der Hand zu halten.

Das Gewicht ist mit 191 Gramm sehr gering, da liegt fast jeder dicke Wälzer schwerer in der Hand.

Display Kindle 6.GenDas Kindle Paperwhite der 6. Generation habe ich mir vor ca. 3 Jahren zugelegt. Der Hauptnutzer ist nach wie vor meine Freundin. Das Display ist gestochen scharf und auch das Umblättern und Laden von Büchern geschieht fast ohne Verzögerung. Die Rückseite des Gerätes ist gummiert und dadurch sehr griffig. Leider neigt es aber auch dazu, nach kurzer Zeit sehr schmutzig zu werden. Gerade im Urlaub am Strand sind Fingerabdrücke durch die Sonnencreme nicht zu vermeiden.

 

Daher habe ich nach kurzer Zeit eine Schutzhülle gekauft. Hier gibt es eine große Auswahl, schlussendlich habe ich mich für die teure aber sehr hochwertig verarbeitete originale Kindle entschieden. Das Gerät wird von meiner Freundin benutzt, über die Farbe lässt sich wohl streiten…

Hülle Kindle 6. Gen

Durch die gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung, die sehr einfach auf die aktuelle Helligkeit im Raum angepasst werden kann, ist das Lesen sehr angenehm für die Augen. Es ist sogar keine Nachttischlampe mehr nötig, das ist sehr positiv, wenn der Partner gerne schlafen möchte.

Schutzhülle2 Kindle 6. GenAufpassen muss man etwas mit dem Display, hier habe ich leider schon ein paar etwas tiefere Kratzer entdeckt. Der Nachteil der Schutzhülle ist, dass sich hier zwischen dem Cover und dem Display Sand oder Dreck sammeln kann, der dann beim Transport in der Tasche auf das Display kratzt.

 

Daher sollte vor dem Verstauen in der Tasche (gerade am Strand) das Display mit einem Tuch sauber gemacht werden.

Das Kindle Paperwhite der 7. Generation bietet ein noch schärferes Display als das 6er Modell. Hier wurde die Dichte der Bildpunkte auf 300 ppi erhöht. Auch ist die CPU schneller geworden, was eine sehr flüssige Menüführung ermöglicht. Das Gewicht ist mit 205 Gramm in der WLAN-Version immer noch sehr leicht. Das Gehäuse wurde ebenfalls überarbeitet, es ist nicht mehr gummiert, sondern aus Kunststoff. Auch dieses Modell sollte nicht ohne Schutzhülle benutzt werden, da es sonst sehr schnell Kratzer bekommen kann.

Welches Kindle Paperwhite lohnt sich? Die 6. Generation oder die 7.? Das Vorgängermodell steht dem neuen Modell in kaum einem Punkt nach. Mich hat das Display der 6. Generation sehr überzeugt, man sieht kaum einen Unterschied, da ich beide Geräte mit einer Hülle betreiben würde, ist hier auch kein Unterschied erkennbar. Ein Vorteil ist die schnellere CPU, diese ermöglicht ein sehr schnelles Umblättern.

Aktuell gibt es 2 Varianten des neuen Kindle der 7. Generation. Auf Amazon kann es „Mit Spezialangeboten“ oder „Ohne Spezialangebote“ bestellt werden. Die Version ohne kostet aktuell 139,99€ und die Version mit  119,99€. Bei der Version mit Spezialangeboten wird im Standby auf dem Bildschirm Werbung für Amazon Inhalte angezeigt.

Fazit Kindle Paperwhite: Ich würde aktuell wieder zum Kindle der 6. Generation greifen. Hier bekommt man für 99,99€ (WLAN-Version) ein wirklich klasse Gerät, das neue Kindle bietet leider nicht genügend Vorteile, um den recht hohen Preisunterschied zu rechtfertigen.

Kindle Voyage

Das Kindle Voyage ist das Flaggschiff unter den Kindles. Es ist das dünnste und leichteste Gerät. Die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung wird automatisch durch einen Sensor an die Umgebung angepasst, das Display und der Rahmen sind bündig, dadurch wird die Ablagerung von Schmutz vermieden.

Durch zwei integrierte Sensoren kann die Seite umgeblättert werden, ohne das Display zu berühren. Ein leichter Druck auf dem Rand genügt, damit die Seite geblättert wird.

Wer die neuste Technik, sowie das schärfste Display sein eigen nennen will ist beim Kindle Voyage genau richtig. Aktuell ist das Modell mit WLAN für 189,99€ und das Gerät mit WLAN + 3G für 249,99€ zu haben.

 

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