Gebrauchte Objektive – Vorstellung und Kaufberatung

In meiner Freizeit fotografiere ich gerne mit meiner Spiegelreflexkamera. Da das Kit-Objektiv aber schnell an die Grenzen stößt, steht fast jeder, der Gefallen an diesem Hobby gefunden hat vor der Qual der Wahl sich weitere Objektive zu kaufen. Nach dem ersten Blick auf die Preise vergeht vielen die gute Laune.

Objektive

Ich selbst habe mittlerweile einen Objektiv-Park von 5 unterschiedlichen Linsen aufgebaut. Fast alle Objektive habe ich gebraucht gekauft, da man hier ordentlich Geld sparen kann. Doch welches Objektiv ist das richtige für mich und vorauf muss ich beim Kauf gebrauchter Linsen achten?

Für viele ist nach kurzer Zeit das mitgelieferte Kit-Objektiv ausgereizt. Daher stellt sich jedem ambitionierten Fotografen früher oder später die Frage welches Objektiv als nächstes gekauft werden soll. Bevor ich Euch berichte, worauf ihr achten solltet, stelle ich euch kurz meine Objektive vor, so habt Ihr Anregungen und könnt entscheiden in welches Objektiv Ihr demnächst investiert.

Weitwinkel: Mein erstes Objektiv, das ich nach dem Kit-Objektiv gekauft habe, war das 11-16 mm Weitwinkel-Objektiv von Tokina (Link). Ich bin ein sehr großer Freund von diesem Winkel, da man so beeindruckende Architektur-Fotos schießen kann.

Wichtig war mir neben der Brennweite auch die Lichtstärke. Hier ist das Tokina das einzige, dass einen durchgängige Blende von 2,8 ermöglicht. Vergleichbar ist das Sigma 10-20 mm (Link) und die beiden Canon 10-18 mm (Link) und das 10 – 22 mm Objektiv (Link).

Wobei man sagen muss, dass gerade für den Anfang das 10-18 mm Objektiv ein super Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Das Objektiv bekommt man unter 250€!

Tokina 11-16 mm

Ersatz für das Kit-Objektiv: Wie auch bei meinem Weitwinkel-Objektiv ist mir die Blende sehr wichtig. Eigentlich ist die Brennweite vom Kit-Objektiv fast für jede Situation gut geeignet. Doch leider macht einen die schwache Lichtstärke gerade in dunkleren Situationen meist einen Strich durch die Rechnung.

So habe ich nach einem Ersatz Ausschau gehalten, um bin beim Tamron SP AF 17-50 mm (Link) hängen geblieben. Ein wirklich klasse Objektiv mit einer durchgängigen Blende von 2,8. Hiermit macht das Fotografieren auch bei schlechter werdenden Lichtverhältnissen noch Spaß!

Tamron 17-50 mm

Festbrennweiten: Seit kurzer Zeit habe ich Gefallen an Festbrennweiten gefunden. Diese sind etwas günstiger als Zoom-Objektive, bieten aber nur eine Brennweite, die nicht verstellt werden kann. Hier muss man sich etwas mehr bewegen um einen passenden Bildausschnitt zu finden.

Da die Linsen nicht so komplex aufgebaut sind wie bei Zoom-Objektiven, können auch höhere Lichtstärken erzielt werden. Eines der meistverkauften Festbrennweiten ist das Canon 50 mm mit 1,8er Blende (Link). Diese habe ich mit auch zugelegt und ist für unter 100€ zu haben. Ich habe mein Objektiv in einen super Zustand für 75€ bei ebay geschlossen (Link).

Canon 50 mm Festbrennweite

Wer etwas weitwinkliger fotografieren will ist mit dem Sigma 30 mm mit 1,4er Blende (Link) genau richtig aufgehoben. Dieses Objektiv hat sich zu meiner Lieblings Linse entwickelt. Die Randbereiche werden bei zwar nicht ganz so scharf wie bei anderen Objektiven, dafür ist das Zentrum umso besser. Gerade für Partys oder Portraits ist es ein unschlagbares Objektiv!Sigma 30 mm Festbrennweite

Tele-Zoom:  Ich bin kein großer Freund von Objektiven mit großer Brennweite. Ich habe mir vor Jahren man ein Canon 55-250 mm (Link) Objektiv gekauft. Dieses habe ich aber so gut wie nie benutzt. Daher kann ich hierüber wenig sagen.

Canon 55-250 mm

Worauf muss ich beim Kauf achten? Am besten kauft Ihr gebrauchte Objektive bei euch in der Nähe, so könnt Ihr das gute Stück bestens begutachten. Nehmt dazu eure Kamera mit und testet das Objektiv ausgiebig. Dazu schaut Ihr euch die Frontlinse an, sind hier Kratzer ober ist die Beschichtung beschädigt?

Wie verhält sich der Zoom-Ring? Läuft dieser ohne haken und flüssig? Montiert das Objektiv und Blendet es komplett ab, nun schaut euch auch durch die Frontlinse die Lamellen an. Falls diese nicht ordentlich schließen oder sich hier Fremdkörper befinden ist das Objektiv in keinem guten Zustand.

Läuft der Autofokus sauber oder ist der Motor laut? Sieht das Objektiv optisch gut aus kommt es zu entscheidenden Test. Der Fokus muss sitzen. Leider haben sehr viele Objektive einen Front- bzw. Back-Fokus. Das bedeutet, dass die Schärfeebene entweder vor oder hinter dem anvisierten Punkt liegt. Doch wie findet man diesen Fehler schnell heraus?

Dazu gibt es auf der Seite traumflieger.de (Link) eine sehr gute Schablone, die man sich ausdrucken kann. Ich habe dieses tolle Werkzeug bisher bei jedem Kauf genutzt.

Mit diesen Tipps könnt Ihr sicher sein, dass Ihr ein Objektiv kauft, das vollkommen in Ordnung ist! Viel Spaß!

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