Review TP-LINK AV1200 Gigabit Powerline Adapter

TL-PA8030PNoch vor wenigen Jahren waren Powerline-Adapter eher eine Randerscheinung, faste jeder schwor auf WLAN. Die Übertragungsraten gingen stetig nach oben und neben dem 2,4 GHz Band wurde auch das 5 GHz Band für eine noch schnellere Übertragung genutzt. Langezeit war Powerline als instabil und langsam verschrien, die Anfälligkeit von hochfrequenten Einkopplungen wie z.B. von Motoren, die in Wasch- und Spülmaschinen verbaut, sind galten lange als Hemmnis diese Technik einzusetzen. Die Preise für die langsamen Adapter waren dazu noch sehr horrend.Diese Faktoren gehören aber schon seit geraumer Zeit der Vergangenheit an.

Mittlerweile ist zumindest für mich die Powerline-Technologie eine wesentlich bessere Alternative geworden, um im Haus Geräte, die nicht über Kabel miteinander verbunden werden können, zu vernetzen. Ich wohne in Köln, gerade in Großstädten ist die Anzahl der WLAN-Netze so rasant explodiert, dass bei einer Suche mit dem iPhone das Display über mehrere Seiten gescrollt werden muss, um das passende Netz zu finden. Durch die hohe Anzahl hat natürlich auch der Störeinfluss untereinander stark zugenommen. Hier seht Ihr einen Auszug aus meiner Fritz-Box (Link) um dies zu verdeutlichen.WLAN-StörungZwar gibt es 13 Kanäle, aber da die Frequenzen der einzelnen Kanäle dicht beieinanderliegen, stört jedes WLAN auch die angrenzenden Kanal-Frequenzen. Dazu kommen Störungen wie z.B. TV-Adapter, die das Bild ebenfalls über die 2,4-GHz Frequenz weiterreichen. Diese senden meist stumpf auf einem Kanal und kommunizieren nicht mit den benachbarten WLAN-Routern, um beispielsweise den Kanal zu wechseln. Das 2,4-GHz-Band hat eine recht hohe Reichweite, die Übertragungsrate ist aber geringer als bei dem 5-GHz-Band. Je höher die Frequenz, desto höher ist auch die Datenrate. Die Reichweite nimmt dadurch aber äquivalent ab. Das 5-GHz-Band sieht bei mir wesentlich besser aus, doch die Reichweite ist bei mir zu gering, um auch die obere Etage meiner Wohnung abzudecken.

Hier kommen die Powerline Adapter ins Spiel. Ich benutze schon längere zeit 500 MBit Adapter von AVM (Link). Diese waren für die meisten Zwecke ausreichend. Mein Rechner steht oben im Arbeitszimmer, größere Daten waren aber schwer zu transportieren, da die Übertragungsrate nur ca. 300 Mbit betrug. Daher wünsche ich mir einen neueren Adapter der auch 1200 MBit Übertragungsraten unterstützen kann. Dabei bin ich auf die TP-LINK AV1200 (Link) gestoßen. Natürlich war klar, dass die theoretische Übertragungsrate von 1200 MBit nur schwer zu erreichen ist.

Test der Geschwindigkeit: Der direkte Test offenbarte aber tatsächlich eine Verdoppelung der Übertragungsgeschwindigkeit. Bei einer Testdatei (MKV-Movie ca. 8 GB) wurden konstant 12 MByte/s übertragen. Vorher waren es schwankend zwischen 4-6 MByte/s. Ein klarer Zugewinn beim Verschieben größere Datenmengen.

Kopplung mit anderen Powerline-Adaptern: Wie schon erwähnt, besteht mein Netz bereits aus drei AVM Powerline-Adaptern mit einer Übertragungsrate von 500 MBit. Da diese recht kostspielig waren, wollte ich nicht alle auf einmal ablösen. Daher war mir wichtig, dass die Adapter untereinander kompatibel sind. Woran erkenne ich, dass die Adapter untereinander kompatibel sind? Ich bin ein großer Freund von Standardisierungen, wie dies z.B. der Fall bei der USB-Schnittstelle ist. Hier müsst ihr Euch keine Gedanken darum machen, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren können.

Das Zauberwort bei den Powerline-Adapter heißt  „HomePlug“ bzw. der neue Standard „HomePlug-AV2“. Die Geräte der AV2 Serie sind abwärts kompatibel. So können Geräte der Firma TP-LINK in ein bestehendes AVM Netzwerk integriert werden und umgekehrt. Hierzu reicht das Einstecken der neuen Geräte in die Steckdose, danach kann über einen Tastendruck an einem bereits vorhandenen Gerät das „Pairing“ ausgelöst werden. Es besteht nun ein kurzes Zeitfenster zum Koppeln des neuen Gerätes. Hier muss ebenfalls die Kopplungs-Taste betätigt werden. Damit ist das Gerät in das bestehende verschlüsselte Netzwerk eingebunden.

Über die Software von TP-LINK kann das vorhandene Netzwerk dargestellt werden. Auch können so Updates der TP-LINK Adapter durchgeführt werden. Die Übertragungsrate zu den anderen Geräte wird ebenfalls angezeigt. Hier ist der Unterschied zu dem 500 MBit Geräten gut zu erkennen. Zwischen den 500 MBit und den 1200MBit Adaptern liegt bei meinem Netzwerk der Faktor zwei.TP-LINK Tool

Verwendete Technik: Schon seit längerer Zeit kommt die MIMO-Technologie (Wiki-Link) in WLAN-Netzwerken zur Anwendung. Jetzt wird diese Technik auch bei Powerline verwendet. MIMO bedeutet „Multiple Input Multiple Output“ bei dieser Datenübertragungstechnik werden alle drei Leiter des Stromnetzes für die Übertragung von Daten verwendet. Dadurch steigt die gesamte Übertragungsrate an.

Fazit: Ein Powerline-Adapter sollte nach der Installation unauffällig laufen und nicht auf sich aufmerksam machen. Dann funktioniert er gut. Genau das macht der AV1200 von TP-LINK (Link). Nach dem einfachen „Pairing“ laufen die Adapter ohne Probleme, es gibt keine Verbindungsabbrüche oder Aussetzer. Ich habe mich für die 3-Port Variante (Link) entschieden, da ich so kein weiteren Switche mehr benötige, um weitere Geräte einzubinden. Es gibt die Geräte aber auch mit einem Port (Amazon-Link). Bei einem Preis von ca. 50€ pro Adapter (1-Port Version) sind die Geräte unschlagbar günstig. Die Konkurrenz liegt hier deutlich darüber. Die Adapter sind komplett ruhig und geben kein hochfrequentes Piepen von sich. Daher spreche ich für die TP-LINK AV1200 (Link) Adapter eine klare Kaufempfehlung aus!

Das könnte Dich auch interessieren


3 Comments

  • Tom

    2. Oktober 2016

    Hallo ali, es gibt kein Rückgaberecht dies geschieht aus kulanz.

    Vorher informierten ob der Händler die Ware auch zurück nimmt.

    Reply
  • Ali

    13. Oktober 2015

    Danke für den ausführlichen Test. Allerdings muss ich sagen, dass Sie hier eine recht Gute Stromleitung haben mit keinen Störeinflüssen. In den meisten Häuser in denen ich AV Produkte installierte, da es ganz anders aus.
    Daher kann ich nur jedem empfehlen: nicht gebraucht kaufen, sondern von einem Händler und wenn man keine anständige Verbindung bekommt, vom Rückgaberecht gebrauch machen.

    Reply
    • Tom

      2. Oktober 2016

      Hallo ali, es gibt kein Rückgaberecht dies geschieht aus kulanz.

      Vorher informierten ob der Händler die Ware auch zurück nimmt.

      Reply

Schreibe einen Kommentar