Bietet Apple in der Zukunft ein eigenes Mobile Device Management an ?

Wer wie ich bereits einmal die Aufgabe hatte, eine 3 stellige Anzahl von mobilen Endgeräten im internationalen Umfeld zu verwalten und große Mengen vorkonfiguriert zu verteilen, der wird um eine MDM (Mobile Device Management) Lösung nicht herumkommen, oder vor Verzweiflung das Vorhaben am liebsten wieder aufgeben.

Seit Jahren übernimmt eine solche Aufgabe im Business Umfeld der BlackBerry Server. Wenn die kleinen Gerätschaften aus Kannada aber durch iOS, Android oder Windows Phone ersetzt werden sollen, dann benötigt man softwareseitige Unterstützung.

Solange iOS Geräte „nur“ an einem festen Standort und in kleinen Stückzahlen verwendet werden, kann man den kostenlosen Apple Configurator verwenden, welcher sich auch für die Vorbereitungen zur Weitergabe an ein MDM System empfiehlt. Nachdem man nämlich ein iPhone ausgepackt hat, muss es durch das iOS Basic-Setup, bevor ein MDM die Verwaltung übernehmen kann, weil dafür ein Client (App) bzw. ein Profil auf den Gerät vorhanden seien muss.

Apple hat im Unternehmensumfeld eigentlich nur einen Nachteil und das ist der Preis. Einfache Android Boliden und die Einsteiger Windows Phone Modelle, bekommt man ja bereits für knapp 100,00€ und für iPhones muss man das fünffache hinlegen. Das einheitliche und unveränderbare Design von iOS (Jailbreak ist hier kein Thema) mag für ja für Privatanwender langweilig sein, ist aber für die IT-Abteilung und speziell den IT-Support, ein absoluter Segen.

Um iOS für Unternehmen noch interessanter zu machen und die hohen Anschaffungskosten zu rechtfertigen, bietet Apple bereits ausführliche Dokumentationen und bewirbt auf speziellen Webseiten das Thema iOS und Business. Hier verweist Apple aber immer wieder auf die MDM Hersteller, wie MobileIron, AirWatch oder Datomo, denn ohne eine solche Software, ist es aktuell nicht machbar, eine große Anzahl von Geräten remote zu verwalten.

Ein MDM bietet natürlich auch den Mehrwert, dass verschiedene Betriebssysteme mit einer Software verwaltet werden können. Apple ist bei der Anbindung von iOS zu einem MDM auch bereits sehr engagiert, plant dieses aber noch weiter auszubauen bzw. zu verbessern.

Eine Webseite mit dem Namen „Volume Services“ ist bereits vorhanden soll Unternehmen noch besser bei der Verwaltung großer iPhone- und iPad-Installationen unterstützen. Eine Anmeldung bzw. Registrierung bei dem Service war mir aktuell leider nicht möglich, weil nur Unternehmen aus den USA akzeptiert werden und dieses wird anhand der D-U-N-S (Unternehmens Identifikation) verifiziert.

Im ersten Schritt soll die Übergabe eines neuen Gerätes an das MDM, auch Remote und damit weltweit möglich sein. Das kann ein BlackBerry seit jeher und ein Mitarbeiter brauchte nur auf dem neuen Gerät mit einer gültigen Aktivierung, seine Daten einzutragen und der kleine Kasten regelte den Rest. Dabei konnte sich der Kollege auch auf dem Amazonas befinden und die Vorraussetzung war nur eine Verbindung ins Internet und eine BlackBerry Datenoption.

Weiterhin scheint sich hier auch etwas bei dem leidigen Thema Apple ID zu tun, denn auch für kostenlose Apps und Updates, wird eine Apple ID benötigt und das ist, wie man es auch dreht und wendet, im Unternehmen eine absolute Qual. Es bleibt als weiter spannend!

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