Wenn PC und Notebook zu langsam sind

Wohl jeder kennt die Situation – man möchte nur schnell etwas am PC erledigen, doch es dauert schier ewig, bis dieser startet oder sich das gewünschte Programm öffnet. Während der PC nach dem Kauf noch schnell und flüssig lief, nimmt die Bearbeitung von Prozessen plötzlich deutlich mehr Zeit in Anspruch. Woran liegt das?

Gründe für einen langsames PC oder Notbook

Beim Surfen durch das Web stößt man des Öfteren auf Freeware-Programme, und häufig lädt man sich das Programm direkt herunter und probiert es aus. Doch meistens deinstalliert man dieses Programm auch dann nicht, wenn man es nach dem Ausprobieren für unnötig empfand. Folge: Speicherplatz und Ressourcen werden blockiert.

Und selbst wenn man es deinstalliert, bleiben in den meisten Fällen noch digitale Überreste davon auf dem PC. Auch nach der Deinstallation bleiben häufig DLL Dateien zurück, welche kleine Hilfsmodule bei Windows Betriebssystem sind, die beim Start des PCs in den Arbeitsspeicher geladen werden. Nach vielen Installationen sammeln sich einige dieser DLLs an, und der PC wird verlangsamt. Auch werden Downloads häufig in temporären Ordnern abgespeichert, auf die man normal nie zugreift. Schließlich werden diese vergessen und somit auch nicht gelöscht.

Wenn auf die Festplatte etwas geschrieben wird, sucht sich das Betriebssystem einen Platz, der groß genug für die zu beschreibenden Dateien ist: Dies sind die sogenannten „temporären Dateien“. Das Betriebssystem und fast alle Programme machen Gebrauch von dieser Möglichkeit, und falls das Betriebssystem nicht genug Platz für diese Dateien findet, teilt es sie in Fragmente auf, die auf verschiedene Orten der Festplatte platziert werden. Dadurch kann es für den Lesekopf der Festplatte länger dauern kommen, bestimmte Dateien zu lesen. Es entstehen immer mehr fragmentierte Dateien, die den PC schließlich immer langsamer werden lassen.

Zwar werden alle Wärme erzeugenden Teile eines PCs gekühlt, aber gerade bei Notebooks reicht die Kühlung oft nicht aus. Je mehr Rechenoperationen ein PC ausführen muss, desto mehr Wärme erzeugt er. Das bedeutet auch, je mehr temporäre Dateien und unnötige DLL-Dateien, desto heißer wird der PC, waas wiederum die Leistung vermindert . Hinzu kommt, dass sich im Laufe der Zeit Staub im PC ansammelt. Dieser wird von den Lüftern angesaugt und verbleibt schließlich im Innern des PCs.

Lösungen für einen langsamen PC

Wer sein Notebook als zu langsam erachtet, der kann zunächst einmal auf SSD Festplatten zurückgreifen. SSD Festplatten entlasten insbesondere Notebooks, die eine sehr viel geringere Lesegeschwindigkeit haben als Tower-PCs. SSD Festplatten galten lange als überteuert, aber mittlerweile gibt es auch günstigere Varianten. So bietet beispielsweise Saturn zurzeit günstige SSD Festplatten mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit an.

Auch sollte man einen Großteil seiner Daten auf eine externe Festplatte speichern um Datenstau zu vermeiden. Generell gilt außerdem, dass man den PC regelmäßig defragmentieren sollte. Die verteilten Fragmente einer Datei werden dadurch wieder zusammengefasst und in die nächste Umgebung verschoben.

Auch das Innenleben des PCs sollte regelmäßig gesäubert werden. Dafür schreibt man einfach den PC auf und saugt den angesammelten Staub mit einem Staubsauger weg. Für diesen Zweck sind auch Spezialaufsätze erhältlich. Ist der PC auch nach diesen Maßnahmen noch zu langsam, sollte man seine Daten absichern, die Festplatte formatieren und das gesamte Betriebssystem neu installieren. Dann sollte man nur noch die Programme installieren, die auch wirklich benötigt werden.

Mit diesen Schritten sollte jedem noch so langsamen PC (außer er ist absolut veraltet) zu mehr Geschwindigkeit verholfen werden und in Zukunft gar nicht erst wieder langsam werden.

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